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12 Dinge die du wissen solltest, bevor du an der Romerìa von Conil teilnimmst.

Romería Conil
Die Romería des heiligen Sebastian "San Sebastian" ist neben der Feria das größte Fest in Conil. Es findet jedes Jahr an einem Sonntag um den 20. Januar statt. San Sebastian ist der Schutzpatron von Conil und zu seinem Ehren feiert das ganze Dorf. Seine Büste, die den Rest des Jahres in der Kapelle Ntro. Padre Jesús Nazareno , gebenüber dem Turm von Guzmán steht, verlässt zu diesem Anlass seinen Standort.
 
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Früh morgens um ca. 8:30 Uhr beginnt die Messe und anschließend wird die Büste von Trägern aus der Kirche getragen und brüstet sich dann auf einen prunkvoll geschmückten Karren, gezogen von zwei Ochsen. Hier beginnt die eigentliche Romería. Um ca. 9:30 Uhr begibt sich der Karren auf den Weg, gefolgt von Pferdekutschen, Reitern, ein Orchester und die Begleiter zu Fuss. Die Traktoren stoßen am Punto dazu und schließen sich an das Ende an. Die letzten verlassen ca. 10:30 Uhr Conil.
Auf Grund der Bauarbeiten in der Straße San Sebastian wird dieses Jahr die Romería in der Kirche Santa Catalina beginnen!

Um ca. 15:00 Uhr erreicht man das Ziel, die Kapelle Parroquia de Fátima in el Colorado Conil. Um ca. 18:30 Uhr beginnt der Rückmarsch und man ist um ca. 20:30Uhr wieder in Conil. Viele der Besucher, im letzten Jahr waren es geschätzte 20.000, machen nur den Hinweg. Hoffentlich hast du schon Lust auf die nächste Romería bekommen. Mein Beitrag soll Dir einen schnellen Überblick geben, das du gut vorbereitet starten kannst.

Was Du wissen solltest, bevor du dich auf den Weg machst!

1. Wohin geht es? - Die Route der Romerìa

Die Romería beginnt in der Kapelle Ntro. Padre Jesús Nazareno, Plaza Santa Catalina (Ehemalige Kirche in der Altstadt), Str. Padre Caro, Str. Antonio Ureba, Plaza de Andalucía, Plaza de España, Arco de la Villa ( Torbogen zur Altstadt), Str. Prieta, Str. Padre Ramirez, Str. Laguna (Str. mit Löwenbrunnen), El Punto (Kreisverkehr bei der Touristeninformation), Str. Rosa de los Vientos, Str. Gonzalo Sanchez Fuentes ( Str. gegenüber Tankstelle, Gesundheitszentrum), Kreisverkehr Policia Local, Carretera del Pradillo ( Gegenüber Friedhof), Kreisverkehr am Campingplatz "Los Eucaliptus", Carretera del Pradillo, Carril de la Pinaleta Boquilla, Camino de la Casa Forestal (nach ca. 300m rechts), dann geradeaus bis zum Platz der Feria Colorado, Ankunft in der Kapelle Parroquia de Fátima in el Colorado.

Der Hinweg beläuft sich auf fast 9km!

 
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Verlaufen ist allerdings fast unmöglich. Folge einfach den Menschen.

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2. Es ist kein Wettrennen mit dem heiligen Sebastian. - Der Knigge für die Romerìa

  • Muss ich um acht Uhr morgens an der Kapelle sein? Jeder kann frei entscheiden, wann und wo er sich der Romería anschließen möchte. Normalerweise ist aber der letzte Kreisverkehr (Kreisverkehr bei Campingplatz "Los Eucapiltus") vor dem Ortsausgangsschild Conil (ca. 10:30Uhr) die letzte Stelle um sich in den Trott einzufügen.
  • Es gibt keinen Bereich nur für Fußgänger. Viele der Karren und Traktoren haben ihre Gruppen, die in dem Karren ihre Getränke, Essen und Kleidung lagern. Hier wird musiziert, oder eine Stereoanlage auf "volle Pulle" gestellt. Es sind aber keine geschlossenen Gruppen und man darf sich gern dazu gesellen.
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  • Mit einem erhöhten Marschtempo erreicht man leicht die Spitze der Romería und man geht an der Seite des heiligen Sebastian. Der Hinweg ist sehr langsam und es ist ein leichtes die Ersten einzuholen, auch wenn diese schon eine Stunde Vorsprung haben.
  • Im Ausgang von Conil ist ein großer Parkplatz vor dem Campingplatz "La Rosaleda". Hier sammeln sich einige Conileños zum frühstücken. Tue dies nicht und gehe weiter. Ausnahme ist, das du mit jemanden gehst der frühstücken möchte, oder hier schon eine Pause braucht.
  • Es ist kein Problem Fotos von anderen Teilnehmern zu machen.
 
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3. Alternativen für den Rückweg

Die Romería ist der Hinweg und so sehen das auch die meisten Conileños und beenden in El Colorado mit Mittagessen und Wein die Feier. Es gibt extra Pendelbusse, die von der Nationalstraße N340 direkt nach Conil fahren. Leider sind die Busse sehr überfüllt und man muss ein bisschen warten. Taxis fahren durchgehend dort ab. Viele die den Hinweg gelaufen sind, zwängen sich beim Rückweg auf die Anhänger der Traktoren.

4. Trage gutes Schuhwerk.

Das wichtigste für eine Wanderung sind gute Schuhe. Hier sollte man sich überlegen, ob man sich Stiefel anzieht, oder lieber Turnschuhe trägt. Ich habe mir bei der letzten Romería geschlossene Lederstiefel angezogen und lag falsch. Ich lief zwar wunderbar aber zum Tanzen waren sie schlecht geeignet. Ich werde mir das nächste Mal flache Trackingschuhe anziehen, also eine Mischung aus Wanderschuh und Turnschuh und nur bei Regen doch wieder die Stiefel. Es sind nur 9km Wanderung, aber bedenke, das du mindestens 5 Stunden auf den Beinen bist. Das ist schlimmer als einen Tag im Einkaufzentrum zu verbringen. Nutze auch zwischendurch jede Möglichkeit zum hinsetzen. Deine Füße werden es dir am Abend danken. Viele nehmen sich auch ein zweites Paar Schuhe mit.

Keine Sandalen! Hierfür gibt es mehrere Gründe, wie Pferdemist, lockerer Sand im Pinienwald und abends wird es schnell kalt. Begehe nicht den Fehler und glaube, du wärst um 16:00 Uhr zurück in Conil. Das klappt bei der Romería nie und am Ende wird es später als geplant und dunkel.

5. Nehm Dir genug Kleidung mit. - Besser bequem als schön.

Es ist mehr als Wahrscheinlich, das du später nach Hause kommst als geplant. Nimm dir auf jeden Fall eine Jacke - am besten ein Regenjacke - mit und zieh dir eine lange Hose an. Zieh dir am besten alte Kleidung an, den schnell hat man einen Weinfleck auf der Hose. Trage kein Flamenco- Kleid. Die Romería ist keine Feria und nur wenige kleiden sich traditionell.
 
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Typisch wie auf dem Foto zu sehen ist ein Halstuch mit dem Symbol der Romería. Frauen tragen des öfteren Ponchos und einen Filzhut. Bequeme und typische Kleidung für die Romería verkauft z.B. Campo y Hogar (Str. Plutón).

6. Gefahren auf dem Weg

Klein aber gefährlich. Die Raupen mit den Namen 'Procesionaria del Pino' ist in den Monaten Januar bis Mai eine Plage in den Pinienwäldern von Conil. Berührungen mit der Raupe führen zu Hautirritationen und man sollte dringend einen Arzt aufsuchen. Die kleinen Härchen sind hochgiftig. Wenn Hunde mit den Raupen in Berührung kommen, muss hier meistens sogar ein Teil der Zunge und Backe amputiert werden.

Raupe Procesionaria del Pino

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Die Raupe mit ca. 4cm länge kricht in Polonaise über den Boden und bildet Schlangen bis über 2m länge. Häufig sieht man die Raupen getümmelt zu einem kleinen Berg.

Nest der Raupen in Baumkrone

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Die Raupen bauen Nester in den Baumkronen. Die giftigen Haare verbreiten sich besonders bei einsetzendem Wind.

Auf was muss ich im Pinienwald wegen der Raupe achten?

  • Genau schauen, wenn man sich auf den Boden setzt. Am besten eine Decke ausbreiten.
  • Dünnes langärmliches Hemd anziehen, nicht kurzärmlich. Die Härchen verbreiten sich durch die Luft.
  • Einen Hut aufsetzen. Schützt den Kopf vor den Härchen der Raupe.

Tipp: Am Ende der Romerìa fährt ein Krankenwagen.

7. Das kleine und große Geschäft

Verlässt man die Ortschaft Conil und muss auf die Toilette, stehen Dixi- Toiletten am Wegrand, meistens auf der rechten Seite des Weges. So stehen z.B. Toiletten am Parkplatz des Camping Rosaleda und auch mitten auf dem Acker findet man einige. Leider muss man eine Warteschlange in Kauf nehmen. Man findet eine Wirtschaft, den Cortijo 'El Caserio' an der Kreuzung am Ende der Str. Carretera del Pradillo, Einbiegung in die Str. "Carril de la Pinaleta Boquilla. Hier gibt es Toiletten und es eignet sich um eine Pause zu machen, oder zur Live- Musik ein bisschen tanzen.

8. Welcher Wein wird getrunken?

Typisch bei der Romería ist süßer Wein aus der Region. Morgens beim Start der Romería wird schon angestoßen und nachgeschenkt, bis man das Ziel erreicht. Am liebsten wird Muskateller oder Fino aus Chiclana getrunken, aber auch Manzanilla oder Pedro Ximenez. Es empfehlen sich Flaschen mit Schraubverschluss.

Wieviel Wein sollte ich mitnehmen?

Ich kalkuliere eine Flasche Wein pro Person. Das klingt viel, aber man teilt während der Romería gern und man möchte vielleicht auch eine Runde spendieren. Immer so viel Wasser wie Wein mit sich führen und selbstverständlich zwischendurch auch trinken. Wein ist natürlich kein Zwang und wer kein Wein mag, darf auch anderes zu sich nehmen. Viele nehmen Bier mit, andere trinken Rum- Cola, oder Whisky, auch Wasser oder Saft. Wer sein Bier gern kalt trinken möchte; Kühlboxen und Taschen auf Transporttrolleys sieht man häufig.

9. Häng dir ein Glas um den Hals!

Du wirst feststellen, das es sehr praktisch ist und du siehst sofort aus wie ein richtiger Romero. Wird eine Runde eingeschenkt, hält man sein Glas in die Mitte und trägt es danach wieder gemütlich am Hals. Kauf dir am besten vorher ein Glas. Kurz vor der Romería werden sie in verschiedenen Geschäften angeboten.
 

Typische Gläser der Romería

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10. Bereite Tapas vor!

Auf jeden Fall sollte man sich ein belegtes Brötchen mitnehmen. Ich bereite immer mehrere Tapas in Tupperschalen vor und im Kiefernwald machen wir mit der Gruppe immer ein großes Picknick. Man teilt Essen und Getränke.

11. Wohin mit den Müll?

Am Wegesrand, selbst verloren auf dem Acker stehen Müllcontainer. Sollten diese voll sein, stell deinen Müll in einer Tüte daneben. In der selben Nacht wird alles gesäubert.

Tipp: Nehm ein paar Plastiktüten mit.

12. Bereite dir warmes Essen für zu Hause vor.

Nicht selten kommt man kaputt und ausgelaucht, vielleicht sogar leicht betrunken, nach Hause. Nichts Besseres gibt es dann, als eine warme Suppe um den Tag zu beenden. Wer den Rückweg mit dem heiligen Antritt, bekommt unterwegs eine warme Suppe spendiert.

Fallen Dir auch noch ein paar Tipps für die Romerìa ein? Teile deine Erfahrungen mit uns im Kommentar.

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